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Unsere Gesellschaft geht den Bach runter...
#1
Ich hoffe dass das ein Joke ist, aber gemäss Wikipedia gibts den wirklich und er hat da gewonnen...




Kenne die Stroy dahinter zwar nicht, aber:

Ich meine das ist ein 3-jähriger Junge, der meiner Meinung nach hinter einem Mischpult noch nichts zu suchen hat.
Das sind genau die SuperEltern, die ihrem 2 Jährigen kind ein Tablet in die Hand drücken im Stil von "So spiel mal, dann hab ich meine Ruhe..."

Was hält ihr davon?

..............................................................................................................................
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#2
Ach ich finde, er macht eine gute Figur als DJ. BigSmile   Lets dance 

Oje, so ein ähnliches Thema hatten wir schon. Traurig
Über Sinn, Unsinn, Kreativität, Sozialverhalten und Gesundheit.

Was glaubst du, wie viel bereits 3 Jährige täglich und stundenlang mit dem Handy spielen?
Viel zu viele...

Ich hoffe für ihn nur, daß der Kopfhörer nicht zu laut aufgedreht ist. Hmm.....
Auf Leute, die nie singen. sollte man pfeifen - auch wenn's falsch ist.

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#3
Siehe Mozart! Gibt eben solche Eltern.
Menschen, Leben, Tanzen, Welt - oh, oh, eh, ohh, ohh (Wenn Du von Musik "leben" willst.)
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#4
Und warum genau hat er nichts hinter dem Mischpult zu suchen? Seit wann gibt es eine Altersbeschränkung für diese Geräte?
(22.02.2016, 02:52)BigTune schrieb: "Denn ich bin Harbinger. Aufklärer der Musik."

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#5
Da gibts einen Zuchtreim aus 1911


Messer Gabel Schere Licht
dürfen kleine Kinder nicht!

BigSmile BigSmile
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#6
Gebt einmal in Youtube ein: 3 Year old Talent.

Da gibts nix, was es nicht gibt.

Ich sag auch, wieso nicht.

ist doch schön, wenn sich Kinder für was begeistern und kreativ sind.
Und nicht gleich auszucken, weil zb. bei einem Lego-Baukasten 1 wichtiger Stein fehlt.
Auf Leute, die nie singen. sollte man pfeifen - auch wenn's falsch ist.

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#7
(13.11.2015, 16:05)Harbinger schrieb: Und warum genau hat er nichts hinter dem Mischpult zu suchen? Seit wann gibt es eine Altersbeschränkung für diese Geräte?

Denke es geht darum, dass er quasi zur Teilnahme an der Show gezwungen wurde, um einen DJ nachzuahmen, wo er selbst noch in einem Alter ist, wo er sich weder freiwillig dazu entscheiden kann da mitzumachen, noch wirklich weiß, wie diese Geräte und das DJing selbst, überhaupt funktionieren.
Wenn man hinschaut, sieht man ja, dass er einfach ein einstudiertes Programm abruft.

Ansonsten hat es aber bei der Kindererziehung, so fragwürdige Sachen schon immer gegeben.
Zu sagen, früher war alles besser/Smartphones/Videospiele etc, beeinträchtigen die Entwicklung eines Kindes, sind auch Argumente, die ich nicht mehr hören kann. ^^
Bin zwar kein Sozialwissenschaftler, aber ich fände es nicht mal abwegig zu behaupten, dass Eltern damals noch mehr grobe pädagogische Fehler gemacht haben, als heute. Oder zumindest genauso viele. 
Ist schwierig da anhand der Gesellschaftlichen Veränderungen Vergleiche zu ziehen.
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#8
Da gäbe es aber viele Beispiele.

zb. die kleinen Kinder, die bei Modeschaun mitmachen.
Oder tausende andere Kinder, die bei Talente Shows mitmachenchen.





Das ist ja wohl klar, daß die es nicht selbst entschieden, vor Publikum in einer Show aufzutreten.


Und was dieses Hindrillen betrifft, auf was besonderes, das ist bei den Koreanern nix neues.

Und ausserdem haben die besten Musiker schon als kleine Kinder begonnen.
Das war immer schon so, auch vor 200 Jahren.
Auf Leute, die nie singen. sollte man pfeifen - auch wenn's falsch ist.

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#9
Wenn mans mal objektiv betrachtet, auch wenn es sich hart anhört.
Der Vater erklärt ja noch das es einen zweiten Laptop gibt
der ihm sein Timing zeigt. Er weiss also, kommt da ne blaue Kuh, muss ich den Knopf drücken,
kommt ne gelbe, muss der Regler hoch, der andere runter.
Und wenn am Ende alles richtig war gibts Erdbeereis.

Das ganze lässt sich mit Sicherheit auch mit nem Affen Einstudieren.
Der einzige Unterschied, da gibts am Ende ne Banane.
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#10
(13.11.2015, 16:46)tambour schrieb: Da gäbe es aber viele Beispiele.

zb. die kleinen Kinder, die bei Modeschaun mitmachen.
Oder tausende andere Kinder, die bei Talente Shows mitmachenchen.


Das ist ja wohl klar, daß die es nicht selbst entschieden, vor Publikum in einer Show aufzutreten.


Und was dieses Hindrillen betrifft, auf was besonderes, das ist bei den Koreanern nix neues.

Und ausserdem haben die besten Musiker schon als kleine Kinder begonnen.
Das war immer schon so, auch vor 200 Jahren.

Das mit dem Drillen, ist eigentlich im Großteil Asiens so. Da gibt es eben traditionell andere Vorstellungen von Disziplin und Erziehung. Sind halt kulturelle Unterschiede.

Aber so eine TV Show ist ja noch eher harmlos, wenn man sich mal anschaut, was es sonst noch so für Heranzüchtungsveruche gibt und schon immer gegeben hat.
Religiöser Fanatismus, Kindersoldaten, Shaolin Mönche etc.. 
Wobei ich letzteres jetzt nicht so extrem verachte  ^^


(13.11.2015, 16:54)Schillerschule schrieb: Wenn mans mal objektiv betrachtet, auch wenn es sich hart anhört.
Der Vater erklärt ja noch das es einen zweiten Laptop gibt
der ihm sein Timing zeigt. Er weiss also, kommt da ne blaue Kuh, muss ich den Knopf drücken,
kommt ne gelbe, muss der Regler hoch, der andere runter.
Und wenn am Ende alles richtig war gibts Erdbeereis.

Das ganze lässt sich mit Sicherheit auch mit nem Affen Einstudieren.
Der einzige Unterschied, da gibts am Ende ne Banane.

Jo, Menschen wollen instinktiv halt auch für Lernprozesse belohnt werden.
Wenn das nicht so wäre, würden wir heute noch auf allen Vieren kriechen und gar nix können BigSmile
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#11
(13.11.2015, 16:54)Schillerschule schrieb: Das ganze lässt sich mit Sicherheit auch mit nem Affen Einstudieren.

Korrekt. Denn Lernprozesse funktionieren bei jedem Lebewesen auf die gleiche Art und Weise. Der einzige Unterschied bei uns Menschen ist, dass wir viel komplexere und abstraktere Verhaltensweisen erlernen können. Motorische Abläufe wie das Drücken eines Knopfes im richtigen Moment, kann auch ein Affe lernen. Oder eine Ratte. Oder theoretisch auch ein Vogel oder ein Fisch. Wenn ein DJ auf der Bühne steht, dann ist das letztendlich auch nur eine höhere Form des Reiz-Reaktions-Lernens: Du lernst einen motorischen Ablauf (Bedienen des Controllers, des CDDJs etc.) um darauf eine Reaktionen zu erhalten (die Leute tanzen, das Publikum jubelt). Oder noch spezifischer: Eine Belohnung (der DJ fühlt sich gut und toll, weil er so viele Leute begeistern und zum Tanzen bringen kann, was dann über das soziale Feedback Dopamin und sonstige "Glückshormone" ausschüttet). Das würde ein Affe genauso hinbekommen, wenn er das selbe Belohnungs-Feedback erhalten würde. Da ein Affe aber keine so abstrakte Wahrnehmungsfähigkeit wie ein Mensch hat, kann er das Drücken des Knopfes nicht mit einer (sozialen) Belohnung in Verbindung bringen. Dem Affen müsste man hier Futter oder süßes Wasser nach jedem richtigen Knopfdruck geben, um die gleichen Mechanismen in seinem Gehirn zu aktivieren.

Das ist jetzt natürlich nur eine vereinfachte Darstellung, da DJing noch mal deutlich komplexere Verhaltensweisen beinhaltet, die sich nicht direkt mit dem Reiz-Reaktions-Lernen erklären lassen, aber in seinen Grundzügen ist das durchaus gut vergleichbar. Smile

Edit: Die kognitiven Fähigkeiten eines 3-jährigen Kindes sind hier übrigens gut z.B. mit denen eines Schimpansen vergleichbar. Dem Kind fehlt auch die Fähigkeit zur Abstraktion, um das Jubeln des Publikums bzw. die soziale Anerkennung als eine Belohnung für das richtige Überleiten der Songs (also das DJing an sich) zu interpretieren. Daher braucht er wohl diesen zweiten Laptop, der ihm das Timing vorgibt, weil das eine einfachere Reiz-Reaktions-Kette darstellt, so nach dem Motto: Jetzt kommt die Kuh, ich drücke und es passiert etwas Positives (Publikum jubelt, Vater freut sich). Die Fähigkeit zur Abstraktion entwickelt sich erst später, womit er dann auch die höhere Ebene der Reiz-Reaktions-Kette verstehen könnte

Zitat:Denke es geht darum, dass er quasi zur Teilnahme an der Show gezwungen wurde, um einen DJ nachzuahmen, wo er selbst noch in einem Alter ist, wo er sich weder freiwillig dazu entscheiden kann da mitzumachen, noch wirklich weiß, wie diese Geräte und das DJing selbst, überhaupt funktionieren.

Wenn man hinschaut, sieht man ja, dass er einfach ein einstudiertes Programm abruft.

Naja, was heißt gezwungen. Das ist schon ein starkes Wort. Die Eltern "zwingen" vermutlich auch ihre Kinder sich die Zähne zu putzen oder ins Bett zu gehen. In diesem Kontext würde man das aber nicht als Zwang bezeichnen. Wenn der Junge sich offensichtlich davor gesträubt hätte auf die Bühne zu gehen und diese Show abzuziehen, dann könnte ich das nachvollziehen. Aber der Junge sieht nicht so aus, als wenn er das nicht "freiwillig" machen würde (freiwillig in dem Sinne, wie ein Kind in dem Alter eben freien Willen haben kann). Bzgl. des einstudierten Programms siehe meinen Abschnitt oben drüber. Jeder DJ ruft mit seiner Performance ein einstudiertes Programm ab. Wie stark das jetzt bewusst oder unbewusst ist, ist dann wieder eine andere Frage. Aber auch motorische Abläufe sind erlernt und "einstudiert", allerdings eben unbewusst.
(22.02.2016, 02:52)BigTune schrieb: "Denn ich bin Harbinger. Aufklärer der Musik."

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#12
Zitat:Die Fähigkeit zur Abstraktion entwickelt sich erst später, womit er dann auch die höhere Ebene der Reiz-Reaktions-Kette verstehen könnte

Und erst da lässt sich dann auch wirklich feststellen ob das tatsächlich ein musikalisches Talent ist.
Ob der Junge noch interesse daran hat wenn er selbst versteht was er da tut weiss man ja heute noch nicht.
Schon der Titel "3-jähriges Talent" ist da eigentlich schon falsch.
Gibt zwar viele Beispiele in denen das Kind später macht was Ihm von den Eltern
angelernt wurde, bzw. rein gezwungen aber ja auch genug wo das Kind später auf diese Dinge überhaupt keinen Bock mehr hat.
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#13
@Schillerschule, wieso ist in diesem Sinne >Talent< falsch?

Wenn du sagst: Naturtalent ist falsch (so wie solche Menschen etwas können, obwohl sie es nie gelernt haben) dann gebe ich dir recht.
es gibt Naturtalente, (kleine Kinder) die mehrere Sprachen können, ein Instrument spielen, obwohl sie es nie gelernt haben.

Hier ist er vergleichbar zu anderen gleichaltrigen was besonderes.


Ein Talent ist jemand, der etwas besonderes kann.
Egal ob er von alleine drauf gekommen ist, oder er es sich irgendwann aneignet/lernt/gut kann und verbessert.

Zitat aus dem Duden:

Begabung, die jemanden zu ungewöhnlichen bzw. überdurchschnittlichen Leistungen auf einem bestimmten, besonders auf künstlerischem Gebiet befähigt

Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Talent

das steht in Wikipedia:

Mit Begabung oder Talent wird eine besondere Leistungsvoraussetzung einer Person auf einem bestimmten Gebiet bezeichnet. Bei dieser Leistungsvoraussetzung handelt es sich üblicherweise um eine oder mehrere überdurchschnittliche Fähigkeiten („Vermögen“) auf diesem Gebiet.

Verfügt eine Person über mehrere einzelne Begabungen bzw. Talente in verschiedenen Bereichen, wird auch von multipler Begabung gesprochen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Begabung
Auf Leute, die nie singen. sollte man pfeifen - auch wenn's falsch ist.

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#14
Niemand kann etwas einfach so ohne es jemals gelernt zu haben. Das ist vollkommen unmöglich. Was es jedoch gibt, sind gute und weniger gute Lerner. Das kann auch nur für einzelne Bereiche gelten (z.B. Sprache, motorische Fähigkeiten, Zahlengedächtnis etc.). Auch Menschen/Kinder mit einer Begabung müssen einen Lernprozess durchmachen. Der dauert dann vermutlich deutlich weniger lange, als bei den "normalen" Lernern, aber einfach so mit dem Finger schnippen und jemand kann eine neue Sprache oder ein Instrument spielen, ist niemals möglich.
(22.02.2016, 02:52)BigTune schrieb: "Denn ich bin Harbinger. Aufklärer der Musik."

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#15
Ich meinte die Hochbegabten Kinder, die quasi die Babysprache überspringen und gleich Fremdsprachen können.
Wo die Eltern nicht wissen, woher er/sie es hat.
Es ist in diesem Sinne nicht so ein lernen, was wir darunter verstehen. lesen/hören/schreiben/auswendig lernen. usw.

Sie tuns einfach.

Ein Beispiel ist der kleine blinde Nobuyuki Tsujii.

Hab die Doku über ihn im Fernsehen gesehen.

Da hat die Mutter erzählt, daß er sich in einem Kaufhaus hingesetzt hat und auf einem Klavier ein bekanntes Lied geklimpert hat.
Ohne vorher zu lernen. Er ist blind. Kann keine Noten lesen, hatte vorher keine Ahnung, wo überhaupt die Töne am Klavier sind.


Sicher ist es mehr ein nachahmen von etwas gehörtem.
So wie er hier den Gasng der Mutter nachspielt.

er hat sich nie Gedanken gemacht: Ich will Klavier spielen lernen. Ich machs einfach. BigSmile


https://www.youtube.com/watch?v=KKDdK7LucXA
Auf Leute, die nie singen. sollte man pfeifen - auch wenn's falsch ist.

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