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Urheberrecht
#1
Hi Leute,
ich bin, wie wir alle, leidenschaftlicher FL user und habe durch mein Studium ein rechtswissenschaftlichen Background.

Ich würde gerne ein paar Dinge in Erfahrung bringen. Ich weiß, es ist für viele ein leidiges Thema, vieles ist leider Unwahrheit oder Halbwissen.

Ausgangslage:
Ich produziere eigenständig. Nehmen wir an, einen edm-Song, da steckt viel drin (widersprüchlich  BigSmile )

Für Percussion und Beat benutze ich sample packs, teils mit Wissen, dass ich sie vollumfänglich nutzen und verbreiten darf, teils von YouTube downloadlinks.
Dazwischen baue ich einzelne hits von Loop packs, die ich aus einem Loop geschnitten hab.

Für Melodie nehme ich sytrus. Hiervon 3 presets, die ich aus einem YouTube download und layer diese, sodass eigentlich etwas neues entsteht.


Mir ist bewusst, dass für den privaten zweck alles easy ist.
Nun interessiert mich einerseits die Rechtslage, vor allem aber auch die Praxis.

Sampling ist ja meines Wissens nach bis zu einem gewissen Grad erlaubt.
Somit sollte es ja keine Probleme geben, wenn kicks aus den packs verwende, diese womöglich nicht in c5 abspiele (verändert ja signifikant) und durch eq, reverb etc verändere.
Des Weiteren entsteht durch das layern ein neuer Sound im synthi, sodass es doch auch nicht nachverfolgt werden kann, wie sich der Klang zusammensetzt.


Ist es auch für kommerzielle Zwecke (auch YouTube) einwandfrei, wenn ein Track auf die oben beschriebene Weise entsteht.
Wenn ich alles etwas verändere, dann kann doch nicht die Herkunft des Tons ermittelt werden, oder?


Würde gerne (v.A. mit Blick auf die Praxis) hierzu Erfahrungswerte und Meinungen (Fakten sind natürlich immer besser) sammeln, gerne auch über PM.

Grüße
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#2
(17.01.2017, 16:02)Titorelli schrieb: Hi Leute,
ich bin, wie wir alle, leidenschaftlicher FL user und habe durch mein Studium ein rechtswissenschaftlichen Background.

Ich würde gerne ein paar Dinge in Erfahrung bringen. Ich weiß, es ist für viele ein leidiges Thema, vieles ist leider Unwahrheit oder Halbwissen.


Würde gerne (v.A. mit Blick auf die Praxis) hierzu Erfahrungswerte und Meinungen (Fakten sind natürlich immer besser) sammeln, gerne auch über PM.

Grüße

Dann wäre es mit deinem Background doch interessanter mit Halbwissen aufzuräumen und zu recherchieren und das erfahrene aus den Gesetzestexten dann einer breiten Masse zur Verfügung zu stellen, anstatt nach Halbwissen zu fragen Zwinker
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#3
Aloha...

Deine Frage(n) ist/sind etwas undurchsichtig, aber ich versuchs mal Smile

Zum einen gibte es das Copyright zum anderen die kommerzielle Nutzung. Das sind zwei völlig verschiedene Sachen. Herraus zu finden wie die Rechtslage ist, ist im Einzelfall nicht immer ganz einfach. Da kann/muss man sich mit den Verandwortlichen auseinandersetzen und herrausfinden was man darf und was nicht.

Wenn du Samplepacks nutzt, solltest du herrausfinden in wie weit du überhaupt "Verändern" darfst und/oder "Verbreiten". Dazu kommen evtl. Ansprüche bei kommerzieller Nutzung. Das bestimmt immer der Hersteller, was auch immer hergestellt wurde und was immer das im einz. heisst. Da gibt es keine alg. Regelung.

Wenn du einen schon bestehenden Sound einfach nur änderst und ihn verbreitest usw. usw., kann es passieren das man dir (bei Wiedererkennung) aufs Dach steigt. Jeh nachdem was du damit angestellt hast, fällt dann auch die Strafe aus. Es kommt weiter aber auch auf den Standort an. Deutschland ist eine ganz andere Rechtslage wie China.

Wenn du Fakten willst, solltest du mal einen Anwalt befragen. Oder zumin. Copyright googlen.

Fazit: Wenn du einen Sound nutzt der nicht von dir ist (was auch immer das heisst), kommt es auf den Erstellter an. Nachfragen und gut.
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#4
Danke euch beiden erstmal.

Ist in der Tat nicht gut gestellt, verzeiht mir. Bin zwar geläufig mit Gesetzestexten, allerdings ist das Thema schon recht speziell und auch eher undurchsichtig. Deswegen wollte ich fragen, ob es eben welche gibt, die sich schon intensiver mit dem Thema beschäftigt haben.

Also von der Rechtslage ist es weitesgehend klar. (Auch wenn sampling ja so umstritten ist, wobei es ja schon erlaubt ist nach jüngerer Rechtsprechung)

Aber wie ist das in der Praxis. Wenn ich den Track wie oben beschrieben zusammenbau. Kann man das nachweisen, wird sowas überhaupt verfolgt? Verstehe ja, dass ich nicht einfach eine vorgefertigte kick ohne erlaubnis nehmen dürfte. Aber wenn man das layert, leicht verändert, oder nicht in c5 abspielt, ist sie doch ganz anders und nicht erkennbar.

Was wird in der Praxis bemängelt, verfolgt, geahndet, außerhalb aufdringlicher samples von mehreren phrasen/tönen?
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#5
Du stellst abermals Fragen auf die wir/andere/jemand eine/keine Antwort haben kann/können. Wenn du "Arbeiten" nutzt die nicht von dir kommen und evtl. geschützt sind, bekommst du Probleme. Woher sollen "wir" denn nun Wissen ob der Produzent der VST/Sams/Pornos die "du" nutzt und dessen Libs geschützt sind "nachschaut" ob er Tracks findet dessen Sounds gekaut sind und den Leuten dann eins rein würgt?! Die Wahrscheinlichkeiten werden größer, je verbreiteter deine Arbeiten sind. Macht Sinn!

Merkwürdig finde ich aber das du nicht einfach auf die Gefahr schei.t und selbst dein Ding machst? Dann könnten sich alle hier nen Kaffee machen anstatt sinnlose Fragen zu beantworten. Nichts für ungut!

Is beim Filme Streamen genauso. Is ne Grauzone. Wirst du aber erwischt, gibts auf den Sack!
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#6
insofern man schaut sich auf seriösen seiten um enthält der download in der regel/immer eine lizenz-datei welche entsprechend lizenzbedingungen geltend erläutert!

~greetz~
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#7
Zitat:allerdings ist das Thema schon recht speziell und auch eher undurchsichtig.

Und genau deswegen gilt da eine goldene Regel: wenn etwas nicht klar ist dann ist es klar. Hände weg Smile

Free Game Graphics, Freeware Games http://www.reinerstilesets.de
Die 3D Community http://www.3d-ring.de
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#8
(18.01.2017, 09:47)Tiles schrieb:
Zitat:allerdings ist das Thema schon recht speziell und auch eher undurchsichtig.

Und genau deswegen gilt da eine goldene Regel: wenn etwas nicht klar ist dann ist es klar. Hände weg Smile

Naja wir sind alles keine Anwälte und können nur schätzen, aber grundsätzlich ist das eine Regel mitd er man immer sicher istZwinker
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#9
Bei dem Thema muss man unterscheiden:
1. Abmahnwesen als Geschäftsmodell ("Raubkopierverbrecherschlimmeralswaskennstdu")
2. Anteil am fetten Kuchen. Da wird jemand (Rechteinhaber, Label, Künstler,...) schreien " meins" und man einigt sich.
Hier trifft also eher 2. zu. Ist kein Problem, kann man auch als Strategie nutzen. Man beschafft jemand Tantiemen und erfährt dadurch vielleicht Aufnerksamkeit.
„Kommunismus ist vielleicht das einzige, was die großen Probleme dieser Welt lösen könnte.“ SIDO
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