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wie track anfangen zu produzieren
#1
Hallo leute

Ich wollte mal fragen womit man als erstes anfangen sollte. Zuerst mit dem Intro oder mit der Mellow oder der Bassline usw?

Und sollte man lieber zuerst remixxe machen oder gleich anfangen ein eigenes Lied zu Produzieren?

Ich hoffe ihr könnt mir da helfen.

Liebe Grüße
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#2
Wie bei allem Lernen: Theorie aneignen/verstehen > nachmachen > Theorie aneignen/verstehen > selbstmachen.
„Kommunismus ist vielleicht das einzige, was die großen Probleme dieser Welt lösen könnte.“ SIDO
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#3
Moin moin!
Ich denke da gibt es kein "Standardrezept", das man anwenden könnte. Liegt ganz an dir, worauf du am meisten bock hast.
Bei mir fängt es meist damit an, dass ich nen coolen Loop als Grundlage verwende, auf dem ich dann alles weitere aufbaue. Hab auch ne kleine MIDI-Library, da find ich auch immer mal wieder kleinere Passagen, die ich als Grundlage verwenden kann.
Also läufts bei mir im Regelfall so ab, dass ich zu Beginn ne Lead Melodie habe, daraus dann den Verse forme und davon ausgehend dann Chorus, Intro/Outro und ggf. Bridges bastle. Aber ich denke da hat jeder eine andere Vorgehensweise. Alternativ lass ich mich auch gern mal von anderen Tracks inspirieren.
Sont hörte ich auch schon häufiger, dass es zum Einstieg in die Musikproduktion sinnvoll sein kann, irgendwelche Tracks nachzubauen.

Zitat: Wie bei allem Lernen: Theorie aneignen/verstehen > nachmachen > Theorie aneignen/verstehen > selbstmachen.

Das ist wohl die zielführendste Variante, muss man so aber meiner Meinung nach nicht machen. Ich denke in kreativen Bereichen kann man durch "learning by doing" auch vorankommen.
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#4
Mir fällt immer wieder auf, wie viele Songs von Nachwuchs-Amateur Produzenten schlecht aufgebaut sind.
Ich würde dir darum raten dich an Remixe heranzutasten.
Oder zumindest Songs versuchen nachzubasteln, damit du ein Gefühl bekommst.
Der Song kann eine noch so gute Melodie und ein tolles Sounddesign haben.
Aber wenn er leer ist und verwirrend aufgebaut ist, macht dies der Ganze Song kaputt...

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#5
Ich lege jetzt mal dar wie die meisten Tracks entstehen, aber bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Damals als ich noch weniger Plan hatte als heute habe ich angefangen mich an den Strukturen anderer Songs zu orientieren. Bei DNB was ich hauptsächlich mache sehen die meisten Tracks wie folgt aus:

Intro ->Drop->MainPart->Zwischenpart->Drop->MainPart 2->Outro

Das sieht in anderen Genres wieder aber auch anders aus. Hör einfach hin wie die anderen es machen. 

Dann die schwierige Sache wie dann konkret anfangen. Ich habe mir angewöhnt mit den zentralen Elementen zu starten. Den Drums und dem Bass. Über die Jahre habe ich meine Art Standarddrums die ich am Anfang benutze. Dann bau ich einen kleinen Beat und fange dann an einen Bass zu basteln. Manchmal mit nem alten Massive Patch oder ich bau mir nen neuen. 
Ich baue dann den Mainpart langsam auf und füge dann Elemente wie Melodien, Leads, Pads, FX shots und so nach und nach hinzu. Dann baue ich meist ein Intro mit den zuletzt hinzugefügten Elementen. Damit erreicht man denke ganz gut, dass der Song über die ganze Länge ähnlich klingt. 
Aus dem Intro bastel ich dann wieder meinen Zwischenpart und baue die Veränderungen mit in den zweiten Mainpart ein. Der zweite Mainpart ist dann eine Variation aus MainPart 1 und dem Zwischenpart. Das Outro find ich persönlich am schwersten. Lässt man alles leise werden, bricht man ab. Das ist immer wieder ne Herausforderung für mich. Nochmal kurz in der Reihenfolge dargestellt.

MainPart -> Intro MainPart->Zwischenpart->Drop->MainPart 2->Outro
Intro-> Zwischenpart
Zwischenpart und MainPart 1->MainPart 2
Zwischenpart -> Outro
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#6
das hört sich doch gut an. na ich will wahrscheinlich in richtung EDM also genauer Big Room gehen oder so wie Robin Schulz in richtung Minimal House
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#7
Also wenn es dir um Song Strukturen geht: Ich bastle gerade ein wenig an einem groben Template rum, ausgerichtet auf Big Room. Ich muss sagen, dass ich kein großer Big Room Fan bin; ich mache das nur um möglichst schnell und ohne viel Aufwand einfach "irgendwelche" Tracks zu machen, an denen ich verschiedene Sachen hinsichtlich Mixing und so ausprobieren kann. Mein Mixing ist jetzt finde ich nicht so gut und da übe ich lieber erstmal an "irgendwas" statt Songs zu nehmen, die mir was bedeuten. 

FALLS ich das Template fertig mache, das steht noch nicht so fest, kann ich dir das gerne geben. Aber wirklich viel gut ist sowas schätze ich mal nicht, denn das ist einzig und allein auf schnelle, seelenlose Massenproduktion ausgelegt. Das ganze soll im Idealfall so weit gehen, dass ich nicht mal mehr Zeit damit verbringen muss, die Pattern etc zu arrangieren, sondern nur Samples reinziehe, Plugins und Sounds wähle und die Noten reinmale.

Klar, kann gut sein, dass das kontrovers ist und nicht gerne gesehen wird, denn das begünstig noch mal mehr, dass alles in diese Richtung gleich klingt. Aber wenn es hilft und funktioniert, mache ich es eben. 


Zu den Strukturen die ich häufig sehe:

1.: Intro 1.1 (16 Bars) (Nur kurze Kick, ohne Tail) --> Intro 1.2 (16 Bars) (Gleiche Kick wie im Drop, ggf kleines Buildup in den letztn 8) --> Hook 1.1 (16 Bars) (Relativ "ruhiger" Sound, Plucks und so) --> Hook 1.2 (16 Bars) (Hier die volle Dröhnung, Fette Saws etc) --> Buildup (16 Bars) --> Drop 1.1 (16 Bars) --> Drop 1.2 (16 Bars) (Leichte Variation zu 1.1, aber nicht viel... Ein weiteres Layer oder so, Irgnendwas zum Interessant halten) --> Break (16 Bars) (Kannst machen was du willst, sollte aber eher ruhig und ggf richtung Ambient sein) --> Hook 2.1 (16 Bars) (Das gleiche wie 1.1, im idealfall kleine Variationen was die Melodie angeht, damit es nicht langweilig wird) --> Hook 2.2 (16 Bars) (siehe 1.2, 2.1) --> Buildup (16 Bars) --> Drop 2.1 (16 Bars) (Evtl kleine Variationen, ggf n Layer dazu wie ne Sirene im Hintergrund oder so) --> Drop 2.2 (16 Bars) (Siehe 1.2, 2.1)  --> Outro 1.1 (16 Bars) --> Outro 1.2 (16 Bars) --> End

2.: Intro 1.1, 1.2 [b]--> Buildup [b]--> Drop 1.1, 1.2 [b]--> Break 1.1 [b]--> Break 1.2 [b]--> Hook 1.1 [b]--> Hook 1.2 [b]--> Buildup [b]--> Drop 2.1, 2.2 [b]--> Outro 1.1, 1.2[b]--> End[/b][/b][/b][/b][/b][/b][/b][/b][/b][/b]

Klar gibt's hier und da mal Variationen, aber mit den Strikturen kannst du erst mal loslegen. 


Wenn ich kein Big Room mache, habe ich eigentlich keine feste Herangehensweise, ich spiele einfach herum und wenn ich etwas finde was mir gefällt gucke ich, wo das hinpassen könnte. 

Bei Big Room mache ich meistens den Drop zu erst. Darum geht's bei dem genre ja schließlich, oder? BigSmile Achte drauf, dass du immer schön im Key von der Kick bleibst. 

Danach mache ich die Melodie für die Hook. Sorry wenn das abfällig klingt, aber ich finde in den meisten Big Room Songs klingt es immer so als ob die Hook einfach nur da ist weil man nicht einen Song machen kann, der NUR aus Drop und Buildup besteht. Wie gesagt, kein großer Fan von der gesamten Kultur drumrum, während ich schon gelegentlich gerne mal Big Room höre. Für die Hook wird sehr häufig eine sehr einfache aber eingängige Melodie genommen. 

Es ist zwar ne Parodie und es macht Big Room durchaus runter, aber guck das Video hier. Es gibt einen recht soliden Überblick, sofern man differenzieren kann, was davon jetzt ernst und was Parodie ist.

https://www.youtube.com/watch?v=hnF3OuQkKp0
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#8
es geht doch so einfach:
Lade einfach ein Paar deiner favorisierten Tracks als WAV in FL Studio rein und dann kannst du schon anhand der Waveformen herausfinden was wo passiert...
Einfach BPM anpassen und du kannst diesen Aufbau mit der Anzahl Bars ungefähr nachbauen. Oft sind diese Arrangements gar nicht mal so unterschiedlich.
Ich würde es so machen wenn ich genau dieses Problem hätte ;-)

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#9
einfach drauf los

Es lebe das Holz hihi, bin wieder im Waldfieber BigSmile Zwinker
Die Lautstärke regeln sie mit der Entfernung des Kopfhörers zum Ohr.

Mein Album "Fractal Salat" auf http://quantumdigitsrecordings.bandcamp....full-album
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#10
genau! überlegen is "gut" wenn man weiß was man will! nur wenn unsicherheit eine rolle spielt dann geh einfach nach gefühl/gemüt somit entsprechend nach stimmung!
~greetz~
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#11
There is no spoon!

Man kann sich trotzdem bei seinem Lieblingssong das Pattern abschauen Smile

Und wenn alles nix hilft nimmste halt das Ding hier: http://hp.vector.co.jp/authors/VA014815/...ocomp.html

Free Game Graphics, Freeware Games http://www.reinerstilesets.de
Die 3D Community http://www.3d-ring.de
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#12
... es gibt ernsthaft Software, die automatisch ganze Songs generiert?

Gibt es sowas in kostenlos? 
Mich würde durchaus interessieren wie gut das Zeug ist, was da herauskommt.... Außerdem kann es bei ner Blockade eventuell mal einen netten kleinen Anstoß geben, oder? BigSmile
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#13
(21.03.2017, 14:27)Onauc schrieb: ... es gibt ernsthaft Software, die automatisch ganze Songs generiert?

Gibt es sowas in kostenlos? 
Mich würde durchaus interessieren wie gut das Zeug ist, was da herauskommt.... Außerdem kann es bei ner Blockade eventuell mal einen netten kleinen Anstoß geben, oder? BigSmile

Also das Programm, das tiles vorhin verlinkt hat, funktioniert bei mir einwandfrei. Es steht zwar Shareware dran, aber ohne irgendwas zu zahlen konnte ich aus einer kleinen Auswahl an Styles mir Melodien komponieren lassen. Die Ausgabe erfolgte im MIDI Format. Kann jedoch nicht sagen, wie lang das Programm ohne zu zahlen nutzbar ist.
Die Kompositionen kann und will ich jetzt nicht beurteilen.
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#14
Also ich gebs zu...wenn ich nicht so viel mit Acapellas remixen würde, täte mir auch nicht so viel einfallen.

Schon gar kein Bigroomhouse oder sowas.

So sind der Ausdruck, die Harmonien und Noten schon quasi vorgegeben und kann die Musik dann nachher (oft) auch ohne Gesang spielen.
Auf Leute, die nie singen. sollte man pfeifen - auch wenn's falsch ist.

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#15
Ja, eben. Ich meine klar, man sollte wohl nicht erwarten, dass man da tatsächlich ne komplette Melodie oder so, die man 100% so nutzen kann raus kommt, aber wenn man wirklich nicht weiter kommt, kanns wohl gut helfen, denke ich.

Ich werde mir die Demo vom oben geposteten Programm ansehen BigSmile
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