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KH an Boxen anschließen - Gibt das Qualitätsverlust, Latenzen usw.?
#1
Hi, eigentlich produzier ich nur mit Kopfhörern, da ich hier für Boxen leider nicht die Umstände hab (Nachbarn usw.). Wollte ursprünglich trotzdem Monitore holen, aber habe die Idee über Bord geworfen. 

Trotzdem werde ich aber einfach wahnsinnig wenn ich nonstop Kopfhörer aufhabe ich hasse es wie die Pest. Ich möchte wenigstens nur kurz mal ein zwei Stunden gaaanz leise auf Boxen meine Medien konsumieren. 

Hierfür wollte ich simple günstige Boxen holen die nen Kopfhöreranschluss haben, damit ich weniger Kabelsalat habe da ich dann die KH einfach in die Boxen stecke und die Boxen ins Audiointerface.

Aber geht dadurch am Kopfhörer Qualität verloren durch den Umweg? Oder entstehen Latenzen oder sowas?
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#2
Hat Das Audiointerface keinen KH-Anschluss? BigSmile
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#3
(18.06.2017, 17:30)Martin7777 schrieb: Hat Das Audiointerface keinen KH-Anschluss? BigSmile

ja aber dann kann ich ja keine normalen Boxen ausm Supermarkt mehr anschließen es hat nur einen Anschluss deswegen nehme ich Boxen die dann nochmal selber nen KH Anschluss haben

aber die Frage ist ob ich dann an den KH irgendwelche Verluste habe wenn sie durch den Umweg über die Boxen angeschlossen sind
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#4
Sollte sich nix ändern.
Der KH Ausgang ist ja nur ein paar Zentimeter von der Lötstelle der Lautsprecher entfernt und parallel dazu angeschlossen.
Auf Leute, die nie singen. sollte man pfeifen - auch wenn's falsch ist.

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#5
Lötstelle? O.o

hoffe wir reden nicht aneinander vorbei, hier mal zur einfacheren Vorstellung:

http://i.epvpimg.com/Q8Ctaab.png
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#6
Naja, ich mein drin in der Box.  Zwinker
Auf Leute, die nie singen. sollte man pfeifen - auch wenn's falsch ist.

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#7
Bei billigen Boxen ist auch kein guter KH Anschluss verbaut. Das hört man im direkten Vergleich.
Für Kopfhörer einfach den Anschluss an dem Audiointerface nutzen und notfalls umstöpseln bei "Boxen" -Gebrauch..
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#8
http://promoconnect.eu/InLine-Audio-Adap...chse-99346 So etwas ähnliches, währe auch noch eine Option.
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#9
(18.06.2017, 19:50)mietrecht.org schrieb:
über das Musizieren:

Für viele Mieter stellt das Musizieren einen unverzichtbaren Teil ihrer Freizeitgestaltung dar. Andere Mieter hingegen kann es in den Wahnsinn treiben wenn ihr Nachbar immer wieder sinnlos in die Klaviertasten haut oder quietschende Töne von sich gibt.

Auch in diesen Fällen kommt es für die Beantwortung der Frage ob eine Mietminderung wegen der Lärmbelästigung erfolgen kann auf eine auf den Einzelfall abgestimmte am Gebot der Rücksichtnahme orientierte Interessenabwägung an in die etwaige Regelungen der Hausordnung einzubeziehen sind (vgl. Landgericht Berlin, Urteil vom 15.03.2011 – 65 S 59/10). Sowohl die Belange des musizierenden als auch diejenigen des gestörten Mieters müssen berücksichtigt werden.

Denn das Musizieren in der eigenen Wohnung ist als Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit ebenso wie die Belange der nicht musizierenden Mitmieter insbesondere das Recht auf Ruhe und Entspannung in der selbst gewählten Form verfassungsrechtlich geschützt (vgl. Landgericht Berlin, Urteil vom 15.03.2011 – 65 S 59/10).

Ein in der Regel angemessenes Ergebnis dieser Abwägung stellt die in vielen Hausordnungen vorgesehene Begrenzung des Musizierens auf zwei Stunden täglich außerhalb der Ruhezeiten (20-06 Uhr und 13-15 Uhr) dar.

Auch wenn keine entsprechende Regelung in der Hausordnung vorhanden ist wird das Musizieren von bis zu zwei Stunden täglich außerhalb der Ruhezeiten von den Gerichten verbreitet als vertragsgemäßer Gebrauch der Mietsache angesehen (vgl. AG Düsseldorf, Urteil vom 28.07.1988 – 20 C 79/87 mit 2 Stunden Klavier außerhalb der Ruhezeiten) oder auch (AG Frankfurt, Urteil vom 22.05.1996 – 33 C 1437/96 mit 90 Minuten Klavier außerhalb der Ruhezeiten).

Letztendlich ist es aber für die Beantwortung der Frage ob eine Mietminderung möglich ist allein entscheidend ob im konkreten Fall eine nicht unerhebliche Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit der Mietwohnung des gestörten Mieters vorliegt.

Tatsächlich vorhandene oder übliche Regelungen in Hausordnungen können nur ein Indiz dafür sein wann Beeinträchtigungen durch Musizieren von Nachbarn in der Regel noch als sozialadäquat und als Folge des allgemeinen Lebensrisikos hinzunehmen sind und wann nicht. Zwingende Vorgaben müssen sich daraus aber nicht zwangsläufig ergeben.

Auch wenn eine Hausordnung vorhanden ist und der musizierende Mieter diese einhält schließt dies ein Minderungsrecht des Mieters nicht zwingend aus. Aus der Wahrung der Hausordnung folgt zunächst nämlich nur das der musizierende Mieter die Grenzen des vertragsgemäßen Gebrauchs gegenüber seinem Vermieter nicht überschreitet.

Das Minderungsrecht betrifft jedoch das hiervon zu trennende Verhältnis zwischen dem gestörten Mieter und dem Vermieter. Würde aus der Einhaltung der Hausordnung zwangsläufig folgen das Minderungsrechte anderer Mieter ausgeschlossen sind könnte der Vermieter durch eine großzügige Gestaltung der Hausordnung die Minderungsrechte der gestörten Mieter aushebeln. Eine vertragliche Einschränkung des Minderungsrechts ist jedoch (gem. § 536 Abs.4 BGB) nicht zulässig.

Andersherum bedeutet aber auch die Tatsache das die Begrenzungen der vorhandenen oder einer üblichen Hausordnung nicht eingehalten worden sind nicht automatisch das eine Mietminderung erfolgen kann.

Maßgeblich ist allein die Erheblichkeit bzw. Unerheblichkeit der Gebrauchbeeinträchtigung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalls.

Folgende Faktoren sind hierbei relevant:
  • die Dauer des Musizierens
  • die Uhrzeit des Musizierens
  • die Jahreszeit
  • die Häufigkeit des Musizierens
  • die Un/Vorhersehbarkeit von Zeitpunkt und Dauer des Musizierens
  • die Art des Instruments
  • die Lautstärke
  • die Höhe bzw. Tiefe der Frequenzen
  • eine Übertönung durch andere Geräusche in Abhängigkeit von der Umgebung

Die Bedeutung einiger dieser Faktoren beschreibt das LG Führt (mit dem Urteil vom 17.09.1991 – 13 S 5296/90) sehr anschaulich. Zu beurteilen war hier die Zumutbarkeit täglichen Übungsspiels auf einem Schlagzeug. Hierzu führt das Gericht insbesondere aus anders als bei der üblichen Hausmusik (Klavier, Violine, Klarinette udgl.) gehe es beim Schlagzeugspiel um überwiegend tiefe Frequenzen die impulsartig eindringen.

Die stark rhythmische Komponente lasse immer wieder aufhorchen und verursache Ablenkung im negativen Sinn im Gegensatz zu leicht dahinplätschernder Unterhaltungsmusik.

Außerdem seien Störungen in den Sommermonaten in denen sich Nachbarn auch im Garten erholen wollten weniger zumutbar als in anderen Jahreszeiten in denen man sich üblicherweise kaum im Garten aufhalte und in denen andere Mieter daher die Beeinträchtigung dadurch neutralisieren könnten das sie bei etwaigem gleichzeitigen Aufenthalt im Wohnzimmer ihrerseits Tonempfangs bzw. Wiedergabegeräte in Betrieb setzten.

Diese Besonderheiten des Schlagzeugspiels sollen nach Auffassung des Gerichts jedoch allenfalls zu einer weitergehenden Einschränkung in zeitlicher Hinsicht führen als es für sonstige Musikinstrumente der Fall ist und nicht zur vollständigen Unzulässigkeit. Auch eine Mietminderung wegen Schlagzeuglärms kommt daher regelmäßig erst dann in Betracht wenn diese zeitlichen Grenzen überschritten werden.

Nach einem Urteil des Landgericht Berlin (vom 15.03.2011 – 65 S 59/10) ist Musizieren für Nachbarn insbesondere dann als besonders störend einzustufen wenn es zu jeder Tages und Abendzeit einsetzen kann und die Dauer unvorhersehbar ist.

Insgesamt wird die Schwelle der Erheblichkeit jedoch in der Rechtsprechung recht hoch angesetzt. So wird z.B. zweistündiges Klavierspielen außerhalb der Ruhezeiten stets als unerhebliche Beeinträchtigung angesehen (vgl. LG Berlin, Urteil vom 16.11.2001 – 64 S 492/00).

Das LG Frankfurt (vgl. Urteil vom 12.10.1989 – 2/25 O 359/89) hält sogar Klavierspielen bis zu drei Stunden täglich für zumutbar und fordert die Einhaltung einer Mittagspause sogar nur am Wochenende und an Feiertagen.



~greetz~
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