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fabfilter pro-q 2 low cut kein tatsächlicher "cut"?
#1
Direkt ein Bild zur veranschaulichung: https://i.imgur.com/rEG1qqy.jpg

Die Helle weisse Darstellung zeigt den "out" Sound, die durchsichtige graue den "in" Sound.
Der High cut funktioniert, wie man sieht, so wie er soll. Der low cut wiederum cuttet nicht tatsächlich an dem gesetzten Punkt.

Benutzt hier wer den fabfilter pro-q und kann mir das erklären?
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#2
Bin mir nicht 100% sicher, aber denke es könnte was mit der Zero Latency Einstellung zu tun haben. Je geringer die Latenz, desto weniger steile Cuts sind im Tiefenbereich möglich.

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#3
die cutoff-frequenz ist nicht die frequenz, ab der ein filter zu arbeiten beginnt. tatsächlich ist (bei einem filter erster ordnung) die cutoff-frequenz als die frequenz definiert, bei der die ausgangsamplitude nur noch das 1/wurzel(2)-fache der eingangsamplitude beträgt. für jeden filter weiterer ordnung diesen faktor einmal dranmultiplizieren Zwinker (ein filter erster ordnung senkt glaub ich 3db pro oktave ab, zweiter ordnung 6 db, dritter ordnung 12db usw.)

beim highcut ist das nur deshalb nicht ersichtlich, weil der filter resonant ist, d.h. frequenzen im bereich der cutoff-frequenz werden in form einer typischen resonanz-glocke verstärkt
(18.06.2016, 15:46)Musik Magier schrieb: IMMER DRAUF HÄMMERN !!!  DYNAMIC IST WAS FÜR WEICHEIER !!!  IMMER DOLLE DRUFF DA !!!
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#4
(29.09.2017, 23:46)Tysk schrieb: Bin mir nicht 100% sicher, aber denke es könnte was mit der Zero Latency Einstellung zu tun haben. Je geringer die Latenz, desto weniger steile Cuts sind im Tiefenbereich möglich.

Habe die anderen Optionen bereits durchprobiert. Hat nichts daran geändert.

Habe gerade dies entdeckt: https://www.reddit.com/r/edmproduction/c...frequency/ Der Post ovn "sadpandamusic" ist ganz interessant. Scheinbar ist das normal und soll so sein.

EDIT: Oh, und von Alrie bestätigt. BigSmile

Aus reiner Neugier würde ich mal gerne hören, wie es sich anhört, wenn man wirklich ab einem bestimmten Punkt einfach einen 100% Schnitt setzen würde, ohne Kurve.
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#5
(29.09.2017, 23:54)nuclearf schrieb: Aus reiner Neugier würde ich mal gerne hören, wie es sich anhört, wenn man wirklich ab einem bestimmten Punkt einfach einen 100% Schnitt setzen würde, ohne Kurve.

ist nicht möglich, da man aus informationstheoretischer sicht nicht perfekt "frequenzanteile" aus einem quantisierten signal herausfiltern kann. mit sogenannter fouriertransformation kann man etwas ähnliches erzielen, allerdings funktioniert das (numerisch) auch nur bis zu einer bestimmten genauigkeit und, wenn es keine phasenprobleme geben soll geht das mit latenz und extremem rechenaufwand einher.

wenn man auf der anderen seite einfach die filterordnung immer weiter erhöht, kriegt man irgendwann durch die phasenverschiebung, die in einem filter unumgänglich ist, eine überhöhung an der cutoff-frequenz, die ähnlich wie resonanz ist. außerdem haben sehr steile cuts (z.b. 48db/oktave oder 96 db/oktave) die eigenart, dass sie sehr unnatürlich und nach plastik klingen.

der fruity convolver hat einen eingebauten EQ, der das mit der fouriertransformation kann. kannst dort ja mal ausprobieren, wie ein (nur theoretisch möglicher) "100%" lowcut klingt

EDIT: das ist auch der grund, wieso prinzipiell beim EQing weniger mehr ist, also so viel wie möglich im sounddesigning lösen und mit dem EQ nur leichte anpassungen vornehmen. wenn man ultra kranke double-notch-filter usw. nutzt, muss man schon wissen, was man tut, sonst klingt es eben scheiße^^
(18.06.2016, 15:46)Musik Magier schrieb: IMMER DRAUF HÄMMERN !!!  DYNAMIC IST WAS FÜR WEICHEIER !!!  IMMER DOLLE DRUFF DA !!!
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#6
(30.09.2017, 00:02)Alrie schrieb:
(29.09.2017, 23:54)nuclearf schrieb: Aus reiner Neugier würde ich mal gerne hören, wie es sich anhört, wenn man wirklich ab einem bestimmten Punkt einfach einen 100% Schnitt setzen würde, ohne Kurve.

ist nicht möglich, da man aus  informationstheoretischer sicht nicht perfekt "frequenzanteile" aus einem quantisierten signal herausfiltern kann. mit sogenannter fouriertransformation kann man etwas ähnliches erzielen, allerdings funktioniert das (numerisch) auch nur bis zu einer bestimmten genauigkeit und, wenn es keine phasenprobleme geben soll geht das mit latenz und extremem rechenaufwand einher.

wenn man auf der anderen seite einfach die filterordnung immer weiter erhöht, kriegt man irgendwann durch die phasenverschiebung, die in einem filter unumgänglich ist, eine überhöhung an der cutoff-frequenz, die ähnlich wie resonanz ist. außerdem haben sehr steile cuts (z.b. 48db/oktave oder 96 db/oktave) die eigenart, dass sie sehr unnatürlich und nach plastik klingen.

der fruity convolver hat einen eingebauten EQ, der das mit der fouriertransformation kann. kannst dort ja mal ausprobieren, wie ein (nur theoretisch möglicher) "100%" lowcut klingt

EDIT: das ist auch der grund, wieso prinzipiell beim EQing weniger mehr ist, also so viel wie möglich im sounddesigning lösen und mit dem EQ nur leichte anpassungen vornehmen. wenn man ultra kranke double-notch-filter usw. nutzt, muss man schon wissen, was man tut, sonst klingt es eben scheiße^^
Top Antwort und sehr hilfreich! Danke.
Habe gerade mal etwas in dem Convolver rumgespielt. Hört sich "unsauber" an, wenn man wirklich einen radikalen Schnitt setzt, wobei ich das wirklich nur minimal höre.
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#7
alrie = nerd...

Zunge rausstrecken

Red

(27.04.2015, 22:24)Fleshdiet schrieb:
[...]Aber wo ist der Song?[...]
[Bild: X7xqcAd.png]

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#8
naja, man wird sehen... vielleicht verbreite ich hier auch halbwahrheiten und tomess oder musikmagier lassen mir morgen den rost runter BigSmile
(18.06.2016, 15:46)Musik Magier schrieb: IMMER DRAUF HÄMMERN !!!  DYNAMIC IST WAS FÜR WEICHEIER !!!  IMMER DOLLE DRUFF DA !!!
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#9
ich hab gelesen "die hosen runter" gott... mein hirn.

Zunge rausstrecken

und ne sieht schon richtig aus.

Red

(27.04.2015, 22:24)Fleshdiet schrieb:
[...]Aber wo ist der Song?[...]
[Bild: X7xqcAd.png]

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#10
(30.09.2017, 00:02)Alrie schrieb: wenn man auf der anderen seite einfach die filterordnung immer weiter erhöht, kriegt man irgendwann durch die phasenverschiebung, die in einem filter unumgänglich ist, eine überhöhung an der cutoff-frequenz die ähnlich wie resonanz ist.

genau dafür gibt es übrigens am 'synthesizer' den 'resonanz-filter' um eben entsprechend einfluss auf die frequenzbereiche nahe der 'cutoff-frequenz' zu nehmen.
~greetz~
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#11
"doppelpost"
~greetz~
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#12
(29.09.2017, 23:49)Alrie schrieb: (ein filter erster ordnung senkt glaub ich 3db pro oktave ab, zweiter ordnung 6 db, dritter ordnung 12db usw.)

 kleine korrektur..

wenn du in leistung sprichst ist deine angabe richtig... wir arbeiten aber für gewöhnlich nicht mit leistung...

ein filter erster ordnung ist bei uns 6db, zweiter ordnung 12db... dritter ordnung 18db.. 4 ordnung 24db pro oktave usw..

Es lebe das Holz hihi, bin wieder im Waldfieber BigSmile Zwinker
Die Lautstärke regeln sie mit der Entfernung des Kopfhörers zum Ohr.

Mein Album "Fractal Salat" auf http://quantumdigitsrecordings.bandcamp....full-album
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#13
siehste tom Zunge rausstrecken

ne aber danke für die korrektur... das ist so verblassendes wissen aus meinem elektrotechnikpraktikum im studium, da haben wir die spannungen verglichen (ist bei gleichbleibendem strom ja proportional zur leistung)

aber meine aussage war sowieso quatsch, weil ein filter dritter ordnung dann 9db absenkt, nicht 12db BigSmile
(18.06.2016, 15:46)Musik Magier schrieb: IMMER DRAUF HÄMMERN !!!  DYNAMIC IST WAS FÜR WEICHEIER !!!  IMMER DOLLE DRUFF DA !!!
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#14
(30.09.2017, 00:02)Alrie schrieb: wenn man auf der anderen seite einfach die filterordnung immer weiter erhöht, kriegt man irgendwann durch die phasenverschiebung, die in einem filter unumgänglich ist, eine überhöhung an der cutoff-frequenz, die ähnlich wie resonanz ist. 

die überhöhung könnte man noch ausbügeln.. aber ein anderes problem tut sich noch auf.. und zwar die zeitliche verschiebung...  du bekommst ein sehr sehr schwammiges signal.. vorallem in den tieferen frequenzen...  dadurch das sich durch die phasenverschiebung die einzelnen frequenzen verzögern (desto steiler die flanke, desto mehr phasenverschiebung..desto mehr verzögerung) und tiefe frequenzen eine längere wellen länge haben.. werden diese eben auch um so stärker verzögert... 
kann man sich wie ein kreis vorstellen.. hohe frequenzen umrunden diesen kreis sehr schnell ..und tiefe frequenzen sehr langsam.. wenn du jetzt die phase um x grad verschiebst ist die auswirkung bei hohen frequenzen nicht so stark zeitlich warnehmbar..  und um so tiefer um so deutlicher, da die zeit immer länger wird die dieser versatz mit sich bringt...  
(die phasenverschiebung ist nicht gleichmässig übers komplette spektrum.. sondern in einer kurve... um die cut frequenz herum .. also es ist nicht nur die eine frequenz betroffen sondern die kurve setzt sich fort.. somit betrifft sie die hohen frequenz immer weniger und die tieferen um so mehr.. was den effekt also noch verstärkt das tiefere frequenzen stärker verzögert werden  )

dadurch verziehen sich dann die tiefen anteile im vergleich zu den hohen.. ziehen nach könnte man sagen...  oder gar schwingen nach..

man kann es z.b. gut im FL Limiter sehen... da dort der pegel schön dargestellt wird...  man nimmt z.b. ne kick.. packt da jetzt ein lowcut drauf...  und um so steiler der low cut..(also um so höher die ordnung) um so länger wird sich nach dem kick eine fahne bilden... um so niedriger man cutted und um so steiler... um so länger wird diese fahne... da die frequenz immer tiefer wird.. schwingt es immer länger nach.. da die zeit durch den phasen versatz immer größer wird.. und um so steiler um so mehr phasenversatz um so mehr verzögerung... 

deswegen sind low cuts... vorallem steile low cuts.. sehr problematisch in tiefen frequenzen... 




das alles hat zwar jetzt nicht viel mit der ausgangs frage zu tun.. ob der EQ nun cutted oder nicht... (evtl. ist der analizer auf pre gestellt?) .. aber ist evtl. nette zusatz information

Es lebe das Holz hihi, bin wieder im Waldfieber BigSmile Zwinker
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#15
(30.09.2017, 17:21)Alrie schrieb: siehste tom Zunge rausstrecken

ne aber danke für die korrektur... das ist so verblassendes wissen aus meinem elektrotechnikpraktikum im studium, da haben wir die spannungen verglichen (ist bei gleichbleibendem strom ja proportional zur leistung)

aber meine aussage war sowieso quatsch, weil ein filter dritter ordnung dann 9db absenkt, nicht 12db BigSmile

ja ganz genau... bei uns geht aus im grunde auch um spannungen :Smile ... (wenn auch in digitaler form,,, also es geht nicht um leistung)

bei einzel komponenten wie spannungen usw..  20er logarithmus 
und bei leistungen die ja aus 2 bestantteilen zusammen gesetzt sind (also z.b. spannung x strom) 10er logarithmus

deswegen ist eine verdopplung der spannung 6db und eine verdopplung der leistung 3db

Es lebe das Holz hihi, bin wieder im Waldfieber BigSmile Zwinker
Die Lautstärke regeln sie mit der Entfernung des Kopfhörers zum Ohr.

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